Lange Zeit wurde das Fettgewebe lediglich als „träges“ Speicherorgan angesehen. Das hat sich mitlerweile grundlegend geändert. Heute wissen wir, dass bestimmte Hormone spezifisch im Fettgewebe gebildet werden und unseren Stoffwechsel entscheidend beeinflussen ("Das Fettgewebe als metabolisches Organ").

Diese bei Adipositas im Stoffwechsel veränderten Fettzellen führen in Folge zur Zunahme

  • der Atherosklerose (Arterienverkalkung)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
  • der Entstehung des Diabetes mellitus Typ II (Zuckerkrankheit)

Des Weiteren führt Übergwicht zum erhöhten oxidativen Stress – einer der Ursachen von Alterung.

Auch durch die Zunahme von freien Fettsäuren – in Folge der Adipositas – werden die "gealterten" Mitochondrien überfordert und es entstehen vermehrt reaktive Sauerstoffradikale (ROS) – mit der Folge der Zunahme des oxidativen Stresses und in Folge dessen der Zunahme von Krankheiten, die mit dem oxidativen Stress assoziiert sind.

Im Folgenden die wichtigsten Organe, die durch Übergewicht mit beeinträchtigt sein können:

  • Atmungssystem
  • Hormonsystem
  • Haut und Unterhaut
  • Herzkreislaufsystem
  • Leber, Gallenblase und Gallenwege – Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  • Mund, Ösophagus (Speiseröhre), Magen und Darm
  • Muskel-Skelett-System und Bindegewebe
  • Psyche – Nervensystem

Erkrankungen, die vermehrt auftreten können:

  • Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen
  • Neubildungen – Tumorerkrankungen
  • erhöhtes Komplikationsrisiko während der Schwangerschaft
  • Chronische Entzündung, Knochenbrüche, Sodbrennen
  • Fortpflanzungsstörungen (Mann und Frau), Zyklusstörungen
  • Erhöhtes Operations- und Narkoserisiko
  • Erhöhtes Unfallrisiko